Gefunden oder erinnert: Wie Marken in KI-Antworten gelangen
Die meisten GEO-Tipps setzen bei der einzelnen Seite an: FAQ-Block einbauen, strukturierte Daten ergänzen, eine Zusammenfassung voranstellen. Eine neue Studie mit 158.099 KI-Antworten zeigt: Vieles entscheidet sich früher. Eine Seite landet in der Antwort, wenn die KI sie bei ihrer eigenen Suche findet. Eine Marke kann zusätzlich genannt werden, wenn das Modell sie schon kennt. Und was das Modell kennt, beeinflusst offenbar schon, wonach es sucht.
Quelle: Chen & Koudas (University of Toronto), arXiv 2610.15033, Oktober 2026. Gemessen bei ChatGPT, US-Markt für Internetanschlüsse.
- →Forscher der University of Toronto haben 90 Tage lang Antworten von ChatGPT, Gemini und Perplexity ausgewertet, insgesamt 158.099. Zusätzlich haben sie mitgeschrieben, wonach die KI im Netz sucht und welche Seiten sie dabei findet.
- →Ohne Fundstelle kein Zitat: ChatGPT zitierte nur Seiten, die seine eigene Suche vorher gefunden hatte. Merkmale der Seite wie Länge oder FAQ-Block machten dagegen kaum einen Unterschied.
- →Marken kommen auch auf einem zweiten Weg in die Antwort: aus dem Gedächtnis des Modells. Fast jede zweite Nennung einer Marke, nach der niemand gefragt hatte, war durch keine zitierte Seite gedeckt. Marken, die das Modell schon kennt, sucht es außerdem gezielt.
- →Bekannte und kleine Marken brauchen Unterschiedliches. Große Marken profitieren davon, was das Modell schon über sie weiß. Kleine Anbieter werden vor allem genannt, wenn die KI eine fremde Seite findet, die sie erwähnt.
90 Tage Antworten, dazu ein Blick in die Suche
Mahe Chen und Nick Koudas haben vom 24. Juni bis 21. September 2026 jeden Tag dieselben Fragen zu Anbietern, Preisen und Leistungen an ChatGPT, Gemini und Perplexity gestellt, jeweils mit eingeschalteter Websuche. Sie wählten zwei sehr unterschiedliche Märkte: Internetanschlüsse in den USA, wo wenige große Anbieter dominieren (651 Fragen), und Software für Architektur- und Ingenieurbüros, wo viele kleine, wenig bekannte Anbieter konkurrieren (55 Fragen). So kamen 158.099 Antworten mit 468.037 Quellenangaben zusammen.
Eine Antwort zeigt nur das Ergebnis, nicht den Weg dorthin. Deshalb stellten die Autoren die Fragen noch einmal und schrieben dabei mit, wonach die KI sucht und welche Seiten sie findet. Außerdem fragten sie die Modelle ohne Websuche, welche Marken sie empfehlen würden. So wird sichtbar, was ein Modell schon „weiß“. In Experimenten veränderten sie schließlich gezielt einzelne Dinge, etwa die Reihenfolge der Quellen oder die Markennamen.
Ohne Fundstelle kein Zitat
Das klarste Ergebnis: ChatGPT zitierte ausschließlich Seiten, die seine eigene Suche vorher gefunden hatte. Bei 22.315 zitierten Seiten gab es keine Ausnahme. Pro Frage schaute sich ChatGPT im Schnitt 26 Seiten an und zitierte drei davon. Welche drei, hing stark davon ab, wie weit oben eine Seite in seiner Trefferliste stand.
Wichtig: Diese Trefferliste ist nicht die von Google oder Bing. ChatGPT macht aus einer Frage rund vier kurze Suchanfragen, und zwar bei jeder Antwort neue. Stellt man dieselbe Frage zweimal am selben Tag, stimmen nur 2,7 % der Suchanfragen überein. 97 % der Seiten, die ChatGPT fand, standen bei Google nicht unter den ersten 50 Treffern, 99 % bei Bing nicht unter den ersten 30. Selbst bei Gemini, das die Google-Suche nutzt, fehlten 93 % der zitierten Seiten in Googles Top 50.
Suchmaschinenoptimierung ist damit nicht überflüssig. Bei rund der Hälfte der Seiten, die ChatGPT fand, stand dieselbe Website auch bei Google unter den ersten 50, nur eben mit einer anderen Seite. Die KI greift also oft auf dieselben Anbieter zurück, aber auf andere Seiten. Das passt zu unserem Insight „Ein Index ist noch kein Ranking“ über ChatGPTs eigenen Suchindex.
Passende Antworten zählen, für die Checkliste fehlt der Beleg
Wer prüfen will, ob ein FAQ-Block hilft, darf nicht einfach Websites mit und ohne FAQ vergleichen. Große, bekannte Websites werden ohnehin oft zitiert und haben auch häufiger FAQ-Blöcke. Dann sieht es so aus, als hätte der FAQ-Block geholfen. Die Autoren haben deshalb nur Seiten derselben Website miteinander verglichen.
Zur Größenordnung: Im Viertel der am häufigsten zitierten Websites haben 43 % der Seiten einen FAQ-Block, im Viertel der am seltensten zitierten nur 23 %. Ähnlich war es bei Zusammenfassungsboxen, Autorenangaben, Schema.org und Ladezeit: Im groben Vergleich scheinen sie zu helfen. Vergleicht man Seiten derselben Website, ist kein Vorteil nachweisbar.
Die Autoren haben das auch zusammengerechnet: Warum ChatGPT manche Seiten einer Website öfter zitiert als andere, geht zu rund einem Drittel (32 %) auf seine eigene Suche zurück. Auf Merkmale wie Länge, FAQ-Block oder Schema.org zusammen nicht einmal 3 % (2,8 %).
Nur eines half verlässlich: eine Seite, die die Fragen der Leute direkt beantwortet. Seiten mit einem Absatz, der deutlich besser zur Frage passte, wurden 15,5 % öfter zitiert als andere Seiten derselben Website. Bei Seiten von Dritten, etwa Vergleichsportalen oder Medien, waren es sogar 25,7 %. Ein passender Seitentitel half bei Gemini und Perplexity, bei ChatGPT kaum, weil es die Frage ohnehin in eigene Suchbegriffe umformuliert. Die Passung entscheidet vor allem, bei welchen Fragen eine Seite zitiert wird, weniger wie oft.
Was das Modell kennt, lenkt schon die Suche
Der zweite Weg in die Antwort ist das Gedächtnis des Modells. Um es zu messen, fragten die Autoren die Modelle ohne Websuche: Welche Marken und Websites würdest du empfehlen? Was dabei herauskam, zeigte sich an drei Stellen wieder:
In der Suche. In 28 % seiner Suchanfragen ergänzte ChatGPT von sich aus einen Markennamen, den der Nutzer gar nicht genannt hatte. Kannte das Modell eine Marke für die Frage schon, tauchte sie in 67 % der Fälle in seinen Suchanfragen auf, sonst nur in 11 %.
In der Auswahl. Websites, die das Modell kannte, standen in seiner Trefferliste weiter oben. Und selbst auf gleichem Platz hatten sie 1,6-mal so hohe Chancen, zitiert zu werden. Fast die Hälfte aller ChatGPT-Zitate (47 %) ging an Websites, die das Modell auch ohne Suche empfiehlt.
In der Antwort. Fast jede zweite Nennung (46 %) einer Marke, nach der niemand gefragt hatte, war durch keine zitierte Seite gedeckt. Das Modell nannte sie aus dem Gedächtnis.
„Pages are thus cited when searched; brands are also named when remembered.“
Chen & Koudas, 2026. Sinngemäß: Seiten werden zitiert, wenn die KI sie sucht. Marken werden auch genannt, wenn die KI sich an sie erinnert.
In unserem Insight „Von der passenden Seite zur Markennennung“ ging es um eine Studie, nach der Marken selten genannt werden, wenn ihre eigene Website nicht unter den Quellen ist. Das ist kein Widerspruch. Dort ging es um Kundenmarken eines GEO-Dienstleisters und um eine andere Kennzahl, hier um große, bekannte Anbieter. Zusammen legt das nahe: Wie viel das Gedächtnis des Modells beiträgt, hängt stark davon ab, wie bekannt eine Marke ist.
Eine Auswertung des SEO-Softwareanbieters Semrush vom 13. Oktober zeigt dieselbe Trennung im Großen. In 22 Branchen und auf vier KI-Plattformen war im Schnitt weniger als die Hälfte der 100 meistgenannten Marken auch unter den 100 meistzitierten Websites. Das galt in jedem Monat von Januar bis Juli 2026, in den USA wie in Großbritannien. Ein Beispiel: Die Supermarktketten Tesco und Asda gehörten überall zu den meistgenannten Marken. Unter den meistzitierten britischen Websites stand Tesco bei ChatGPT im Juli aber auf Platz 25, Asda erst auf Platz 606. Eine oft genannte Marke muss also nicht selbst die Quelle sein. Und wer oft als Quelle dient, wird deshalb nicht unbedingt empfohlen.
Einschränkung: Semrush verkauft selbst Messwerkzeuge für KI-Sichtbarkeit, und verglichen werden Ranglisten, keine einzelnen Antworten.
Gleiche Fakten, andere Rangfolge
Wie stark dieses Vorwissen wirkt, zeigt ein Experiment. Die Autoren legten den Modellen fünf Produkte mit gleich ausführlichen Beschreibungen vor und blendeten die Markennamen mal ein, mal aus. Mit Namen änderte sich die Rangfolge deutlich stärker, als wenn man dieselbe Anfrage einfach noch einmal stellt: bei ChatGPT gut doppelt so stark, bei Gemini mehr als dreimal so stark.
Das ist nicht einfach ein Vorurteil. Mit dem Namen kommt alles, was das Modell über die Marke zu wissen glaubt. Ein Kabelanbieter landete bei Fragen nach Glasfaser weiter hinten, obwohl die Produktangaben gleich waren. Das kann eine richtige Einschätzung sein. Das Bild im Modell kann aber auch falsch oder veraltet sein. Wie stark Namen wirken, zeigt ein weiterer Versuch: Die Autoren schrieben ausdrücklich dazu, die Namen seien zufällig verteilt. Trotzdem landete dieselbe Produktbeschreibung unter einem Namen in 80 % der Antworten unter den ersten drei, unter einem anderen nur in 39 %.
Wie unterschiedlich solche Bilder ausfallen, zeigt eine kleinere Untersuchung von Maryanna Franco und João da Silva vom Unternehmen friction AI. In 14.140 Abfragen über fünf KI-Plattformen prüften sie zwölf Marken für Sportbekleidung. Zwei Fälle stechen heraus: Beide Marken kannten die Modelle, empfohlen wurden sie trotzdem nicht, aus unterschiedlichen Gründen.
New Balance kannten alle Modelle, aber nur als Hersteller von Sportschuhen. Fragte man nach Athleisure, also Sportmode für den Alltag, empfahlen sie New Balance kein einziges Mal.
TALA, eine britische Modemarke: Fragte man direkt, ob TALA eine Athleisure-Marke ist, sagten alle vier dazu befragten Systeme ja. Ohne diesen Hinweis dachten sie beim Namen aber nicht immer an die Modemarke. Denselben Namen trägt ein Finanzdienstleister, und Googles Knowledge Graph, die strukturierte Wissensdatenbank hinter der Suche, beschreibt TALA als „Financial services company“. In den Empfehlungen für Athleisure und Sportmode kam TALA nie vor.
Die Autoren betonen selbst, dass ihr Fall keinen Ursachenbeleg liefert. Ob die Verwechslung die fehlenden Empfehlungen verursacht, wäre erst gezeigt, wenn sich nach einer Korrektur etwas ändert. Für die Praxis ist der Hinweis trotzdem nützlich: Bevor eine Marke mehr Inhalte produziert, sollte sie prüfen, ob die KI ihren Namen überhaupt der richtigen Firma zuordnet. Das gilt besonders bei kurzen, häufigen oder mit anderen geteilten Namen.
Zwei Märkte, zwei Wege zur Sichtbarkeit
Zurück zur Studie von Chen und Koudas: Für die Praxis ist dort vielleicht der Vergleich der beiden untersuchten Märkte am wichtigsten, Internetanschlüsse in den USA und Software für Architektur- und Ingenieurbüros. Die großen Internetanbieter kannte das Modell hinter ChatGPT gut und ordnete sie auch ohne Websuche ziemlich gleichbleibend ein. Die kleinen Softwareanbieter nannte es dagegen nur bei 2 bis 16 % der Fragen. Das Modell hinter Gemini kannte sie viel besser und nannte sie bei 60 bis 96 % der Fragen. Was ein Modell „weiß“, hängt also stark vom Modell ab.
Wo das Vorwissen fehlt, schwanken die Empfehlungen. Erst die Websuche bringt Ordnung hinein. Fand ChatGPT eine fremde Seite, die einen kleinen Anbieter erwähnt, stieg die Chance, dass es ihn nennt, um ein Vielfaches (Faktor 39,7). Bei den großen Marken war dieser Effekt viel kleiner (Faktor 4,2). Kurz gesagt: Bei bekannten Marken zählt stark, was das Modell schon glaubt. Kleine Marken müssen gefunden werden, vor allem über Seiten von Dritten.
Was die Studie zeigt und was nicht
Gemessen wurde über die Programmierschnittstellen mit kleineren Modellvarianten (GPT-5.4 nano, Gemini 3.1 Flash Lite, Perplexity Sonar). Die Apps, die Menschen im Alltag nutzen, können sich anders verhalten, etwa durch andere Modelle oder Personalisierung. Alle Fragen waren auf Englisch und betrafen den US-Markt. Sie stammen nicht von echten Nutzern: Die Autoren haben sie für einen US-Glasfaseranbieter und einen kleinen Softwareanbieter geschrieben. Die Studie zeigt Zusammenhänge, keine Ursachen. Dass das Gedächtnis des Modells über die Suche bis zum Zitat wirkt, nennen die Autoren selbst eine Vermutung.
Hinweis: Beide Unternehmen nutzen eine Plattform, die KI-Antworten beobachtet und die die Autoren selbst betreiben. Nick Koudas leitet zudem Workorb, einen Anbieter von Angebotssoftware für Architektur- und Ingenieurbüros, also aus dem Markt des zweiten Datensatzes. Ob die Fragen für Workorb geschrieben wurden, sagt das Paper nicht. Eine Erklärung zu Interessenkonflikten enthält es nicht.
Außerdem ändert sich das Bild schnell. Welche Seiten ChatGPT in zwei Wochen bevorzugt zitierte, sagte zehn Wochen später kaum noch etwas voraus: Nur 14 % des Musters waren noch gleich, bei Perplexity nichts mehr. Das deckt sich mit unseren Insights „Heut zitiert, morgen vergessen“ und „Wie seriös ist Ihre AI-Visibility-Punktzahl wirklich?“.
Behauptung: „FAQ-Blöcke und Schema.org bringen für KI-Sichtbarkeit nichts.“
Einordnung: Die Studie findet keinen Beleg, dass sie zusätzlich helfen. Das ist nicht dasselbe wie „wirkungslos“. Hat eine Website zum Beispiel auf jeder Seite einen FAQ-Block, lässt sich seine Wirkung mit dieser Methode gar nicht messen. Für Leserinnen und Leser können FAQ und strukturierte Daten trotzdem sinnvoll sein.
Behauptung: „Wer bei Google oben steht, wird auch von ChatGPT zitiert.“
Einordnung: Für die einzelne Seite stimmt das nicht: 97 % der Seiten, die ChatGPT fand, standen bei Google nicht unter den ersten 50 Treffern. Die Website dagegen oft schon, nur mit einer anderen Seite. SEO bleibt also wichtig. Ein gutes Google-Ranking garantiert aber kein Zitat in der KI-Antwort.
Behauptung: „KI-Modelle bevorzugen bekannte Marken einfach unfair.“
Einordnung: Mit dem Markennamen kommt alles, was das Modell über die Marke zu wissen glaubt. Das kann stimmen: Im Experiment rutschte ein Kabelanbieter bei Fragen nach Glasfaser nach hinten, obwohl die Produktangaben gleich waren. Es kann aber auch falsch oder veraltet sein. Die wichtige Frage lautet deshalb: Stimmt das Bild?
Behauptung: „Wer das Markenbild im Modell verändert, wird automatisch häufiger zitiert.“
Einordnung: Das vermuten die Autoren, bewiesen ist es nicht. Die Studie zeigt Zusammenhänge, aber nicht, was passiert, wenn man das Bild gezielt verändert. Und aus dem Gedächtnis allein entstehen nur Nennungen, keine Zitate.
Zwei Wege getrennt betrachten
Die übliche GEO-Messung zählt, wie oft eine Marke in KI-Antworten vorkommt. Die Studie zeigt, warum das wenig erklärt. Eine Nennung kann drei Ursprünge haben: Die KI hat die eigene Website gefunden, sie hat eine fremde Seite gefunden, oder sie kannte die Marke schon. Jeder Ursprung verlangt andere Maßnahmen.
Bekannte Marken sollten deshalb nicht nur fragen: „Werden wir gefunden?“, sondern auch: „Was glaubt die KI über uns, und stimmt das?“ Ein veraltetes Bild wirkt, bevor die KI überhaupt eine Seite liest. Kleine Marken sollten fragen: „Was findet die KI über uns, wenn jemand eine passende Frage stellt?“ Dabei zählen vor allem fremde Seiten, die den Anbieter im richtigen Zusammenhang erwähnen.
Für alle gilt: Seiten, die die Fragen der Kundschaft in deren Worten beantworten, sind das Einzige auf der Seite, das nachweislich hilft. FAQ-Blöcke, Schema.org oder Autorenangaben ersetzen nicht, von der KI gefunden zu werden.
„Eine Nennung in der KI-Antwort verrät nicht, woher sie kommt. Erst wer das trennt, weiß, ob er an den eigenen Seiten, an fremden Erwähnungen oder am Bild der Marke arbeiten muss.“
Dr. Michael Mohaupt, rethink.expert
Vier Konsequenzen
Nennungen nach Ursprung trennen: Wurde die eigene Seite zitiert, eine fremde Seite oder gar keine? Erst dann wird klar, wie die Marke in die Antwort kommt.
Das Markenbild ohne Websuche prüfen: Ordnet die KI Ihren Namen der richtigen Firma zu? Welche Marken nennt sie von sich aus bei Ihren wichtigsten Fragen? Und stimmt, was sie über Ihre Marke sagt? Immer notieren, welches Modell gefragt wurde.
Inhalte an echten Kundenfragen ausrichten, Absatz für Absatz. Kleinere Anbieter sollten zusätzlich dafür sorgen, dass Fachartikel, Testberichte und Fallstudien auf fremden Seiten sie im passenden Zusammenhang erwähnen.
Verläufe messen statt einzelner Stichproben. Wenn sich die Quellen innerhalb von Wochen austauschen, sagt ein einzelner Messwert wenig.
Gefunden, erinnert und KI-Sichtbarkeit
KI-Suchen machen aus der Frage eigene Suchanfragen, bekommen eine Trefferliste und zitieren vor allem Seiten von weit oben. In der Studie zitierte ChatGPT nur Seiten, die es so gefunden hatte. Diese Trefferliste sieht deutlich anders aus als bei Google oder Bing.
Ja. In der Studie war fast jede zweite Nennung einer Marke, nach der niemand gefragt hatte, durch keine zitierte Seite gedeckt. Das Modell nannte sie aus dem Gedächtnis. Eine Nennung ist also nicht dasselbe wie ein Zitat.
Vergleicht man Seiten derselben Website, fand die Studie keinen Beleg, dass sie zusätzliche Zitate bringen. Nutzlos sind sie damit nicht, etwa für Leserinnen und Leser oder für die klassische Suche. Der scheinbare Vorteil im groben Vergleich kommt aber vor allem von der Website, nicht vom FAQ-Block.
Bekannte Marken nennt die KI oft aus dem Gedächtnis. Für sie zählt, ob dieses Bild stimmt. Kleine Anbieter kennt die KI oft kaum. Sie werden vor allem genannt, wenn die Suche etwas über sie findet, besonders auf fremden Seiten.
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